Frühschicht zum „Welttag für menschenwürdige Arbeit“

Am 7. Oktober 2016 um 6 Uhr fand in der Marienkirche eine Frühschicht zum „Welttag für menschliche Arbeit“ statt.

img_2585Begrüßung

Lied: 481,1+2 Sonne der Gerechtigkeit

Gebet (Weltgebet für menschenwürdige Arbeit)

Guter Gott,

du hast uns die Erde anvertraut, damit wir sie hüten und bebauen – wie einen fruchtbringenden Garten.

Wir sollen in Barmherzigkeit und Wohlwollen miteinander leben, geschwisterlich und solidarisch, vor allem mit den Armen und Schwachen.

Vielen Menschen fehlt das Nötigste zum Leben, zu viele müssen unter unwürdigen Bedingungen arbeiten.

Hilf uns, die Ursachen zu erkennen. Lass uns Ideen finden für konkrete Verbesserungen.

Am 7. Oktober, dem Welttag für menschenwürdige Arbeit, sind wir in der ‚Weltbewegung christlicher Arbeiter innen und Arbeiter‘ miteinander verbunden. Du zählst auf uns.

Gib unseren Herzen Mitgefühl und unseren Händen Kraft, wenn wir für menschenwürdige Arbeit kämpfen.

Wir vertrauen auf dich, den Freund des Lebens.

Wir danken dir und preisen deine Barmherzigkeit.

Amen.

Text

Aus einem Aufruf von VENRO (Verband Entwicklungspolitischer Nicht Regierungs-Organisationen e.V.) zur menschenwürdigen Arbeit:

Die Schaffung von Arbeitsplätzen gilt als wichtiges Instrument der Armutsbekämpfung. Doch Arbeit schützt nicht automatisch vor Armut. Viele können trotz eines Jobs kein menschenwürdiges Leben führen. Unbezahlte Überstunden, Löhne, von denen man nicht leben kann, ausbeuterische Kinderarbeit, Gesundheitsschäden und ein fehlendes Recht auf gewerkschaftliche Organisation gehören für viele Menschen zum Alltag. Wie aktuell das Thema ist, zeigen die Nachrichten über die Textilindustrie in Bangladesch und Kambodscha. Aber auch in Deutschland schützt Arbeit nicht immer vor Armut. Wir wollen das nicht hinnehmen! Alle Menschen müssen einer menschenwürdigen Arbeit nachgehen können – bei uns und weltweit

Lied: 459,1-4 Selig seid ihr

Lesung: Aus dem Propheten Amos 8,4-6:

Hört dieses Wort, die ihr die Schwachen verfolgt und die Armen im Land unterdrückt.

Ihr sagt: Wann ist das Neumondfest vorbei? Wir wollen Getreide verkaufen. Und wann ist der Sabbat vorbei? Wir wollen den Kornspeicher öffnen, das Maß kleiner und den Preis größer machen und die Gewichte fälschen. Wir wollen mit Geld die Hilflosen kaufen, für ein paar Sandalen die Armen. Sogar den Abfall des Getreides machen wir zu Geld.

Überleitung in…

Um eine Welt, die sich von Gott entfernt hatte, an Gott zu erinnern, hatte Amos, der Schafhirte aus Tekoa seine Tiere und seine Maulbeerbäume verlassen…

Amos weiß: Wer den Armen verachtet, verachtet Gott. Eine Welt, die sich nicht um die Armen kümmert, darf es nicht geben und wird es nicht geben. (ter Linden, Es wird erzählt 4)

die Stille (evtl. Instrumental-Einspielung)

Fürbittgebet

Herr, unser Gott, auch heute schreit in der Welt der Arbeit vieles zum Himmel. Darum rufen wir zu dir und bitten dich:

  • für alle Menschen, die mit Zeitarbeits- und Werkverträgen um ihren gerechten Lohn gebracht werden.
  • für alle Frauen, die noch längst nicht immer mit gleichem Lohn für gleiche Arbeit rechnen können.
  • für alle Menschen, deren Lohn nicht ausreicht, um davon ohne staatliche Unterstützung zu leben.
  • für alle Menschen, denen durch ein geringes Einkommen und fehlende Aussichten auf eine unbefristete Arbeit, die Chance auf eine gesicherte Zukunft genommen wird.
  • für die Menschen, die aufgrund ihres Alters auf dem Arbeitsmarkt keine Chance mehr haben.
  • für alle, die als Asylbewerber und Flüchtlinge hier bei uns lange untätig bleiben müssen, bevor sie arbeiten dürfen.
  • für alle Menschen in der Alten- und Krankenpflege, die oft unter immer schwierigeren Arbeitsbedingungen und für geringe Löhne arbeiten müssen.
  • für alle Menschen, an deren Arbeitsplätzen der Schutz der Gesundheit nicht genug beachtet wird.
  • für die Menschen in der Arbeitswelt, von deren Nöten und Sorgen wir persönlich wissen.

Für all diese Menschen bitten wir dich Gott, denn wir erwarten deiner Verheißung gemäß einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt. (2 Petr 3,13)

Vaterunser

Gebet

Gott, Schöpfer der Welt, wir beginnen diesen Tag, dankbar, dass Du uns Menschen so viele Fähigkeiten gegeben hast, an Deiner Schöpfung mitzuwirken. Wir wissen um die Schwestern und Brüder, die davon wenig spüren, weil sie in der Welt der Arbeit geknechtet und

ausgebeutet werden, aber ihre Fähigkeiten kaum entfalten können. Sei heute ihnen und auch uns nahe, damit wir gemeinsam beten und arbeiten für eine Welt, in der die Würde jedes Menschen geachtet wird.

Segen

Begleite uns mit deinem Segen + Im Namen des Vaters…

Lied: 81,1+4 Lobet den Herren